Nahost-Sorgen und Dividenden belasten ATX – Dax etwas tiefer zum Ende schwacher Woche – Nasdaq und S&P 500 setzen Rekordrally fort
An der Wiener Börse haben sich die Anleger vor dem Wochenende nicht mehr aus der Deckung gewagt. Sie blicken weiterhin mit Sorge auf die Lage am Persischen Golf, wo keine baldige Lösung absehbar ist.
Der ATX fiel am Freitag um 1,03 Prozent auf 5.753,83 Punkte. Neben dem anhaltenden Sorgenfaktor Naher Osten wurde das Börsenbarometer auch von Dividendenabschlägen der BAWAG und der Österreichischen Post belastet.
Auf Wochensicht verbuchte der heimische Leitindex einen Verlust von 3,4 Prozent. In der Vorwoche hatte er noch bei 5.972 Punkten ein neues Allzeithoch markiert, bevor mit dem Ausbleiben von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder Ernüchterung einkehrte.spa/ste
Bei zuletzt wieder leicht gesunkenen Ölpreisen hat der Dax am Freitag leicht nachgegeben. Der deutsche Leitindex schloss 0,11 Prozent tiefer bei 24.128,98 Punkten, verbuchte auf Wochensicht allerdings einen Verlust von 2,3 Prozent.
Insgesamt bleibe die Nervosität angesichts der weiterhin undurchsichtigen Lage im Nahen Osten hoch, stellte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets fest. Die Investoren wollten derzeit keine größeren Risiken eingehen. „Ölpreise über 100 US-Dollar stellen einen klaren Belastungsfaktor dar, da sich mit jedem weiteren Tag die Inflationsfrage für die Zukunft immer deutlicher stellt“, ergänzte Lipkow./edh/he
Von Eduard Holetic, dpa-AFX
Die Rekordrally der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückten Nasdaq-Börse und des marktbreiten S&P 500 hat sich am Freitag eindrucksvoll fortgesetzt. Durch KI getriebene starke Quartalszahlen und Ausblicke aus der Chipbranche verdrängten ein Stück weit die Sorgen wegen der Hängepartie im Iran-Krieg. Die Hoffnung auf weitere Verhandlungen zwischen den USA und Teheran blieb bestehen.
Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg zwei Stunden vor Schluss um 1,9 Prozent auf 27.289 Punkte. Tags zuvor war er schon erstmals in seiner Geschichte über 27.000 Zähler geklettert.
Abseits des Krieges war der Prozessorhersteller Intel das große Thema des Tages. Er reihte sich bei den US-Chipwerten ein, die nach vorgelegten Zahlen und Ausblicken massive Kursgewinne verbuchten. All jene, die geglaubt hätten, der KI-Boom sei beendet, würden eines Besseren belehrt, sagte ein Marktkenner. Die Gewinnentwicklung in der Branche sei atemberaubend und das Angebot hinke der exorbitanten Nachfrage nach Halbleitern deutlich hinterher./tih/he
Author: dpa-AFX